Brief an Bundeskanzler Kurz

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,

(der dieses Schreiben nie lesen wird )

ich habe heute im ORF Ihre Antwort auf die Frage: “ Wie wird das entschieden wer getestet wird und wer nicht” gehört. Ihre Antwort war, daß es vereinzelt zu Fehlentscheidungen kommen könne und sie diesem einen Fall nachgehen werden.

Es sind keine einzelnen Fehlentscheidungen, es sind Hunderte wenn nicht Tausende, die bei dieser Telefon Hotline getroffen werden.

Da der  Gesundheitsminister beharrlich über die in Österreich vorhandene Menge an Test Kits schweigt, und auch nicht die Absicht hat diese Frage zu beantworten, bitte ich Sie hier Klarheit zu schaffen. Die Wahrheit ist für die Österreicher, wie auch  der bisherige Verlauf der Krise gezeigt hat, kein Problem, aber das ständige Hintanhalten von  so entscheidenden Informationen untergräbt nicht nur die Glaubwürdigkeit von Herrn Anschober sondern der ganzen Regierung.

Da wird die Gefahr sehr groß, daß die Bürger andere wichtige undd vernünftige Verhaltensregeln auch in Frage stellen. Es ist jetzt über 2 Wochen her, daß Sie die Ausweitung der Tests auf 15 000 versprochen haben, tatsächlich wurde die Testanzahl sogar verringert. Den Grund kann oder will der Gesundheitsminister nicht beantworten und geht bei Fragen von Journalisten darüber hinweg.

Auch bleibt so der schwarze Peter bei den Telefonmitarbeitern der Hotline, denen unterstellt wird, dass sie, überspitzt ausgedrückt, aus eigener Machtvollkommenheit über Leben und Tod entscheiden.

Ich hoffe, in einem Ihrer nächsten Interviews endlich eine Zahl zu hören, aber bitte über die vorhandenen und nicht über die bestellten Test Kits, Herr Anschober hat ja nicht einmal über die  gesprochen.

 

Mit hochachtungsvollen Grüßen

 

 

 

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