Tiroler Regierung schadet Österreich weltweit

 

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Völlig überfordert  zeigte sich die tumbe Tiroler Landesregierung  beim Corona Krisenmanagement.

Was da  geboten wurde ist schon grotesk, ist ein Synonym für nur ja keinen Fehler auslassen.  Aber nun zu den Fakten.

Schon am 5. März kam eine Alarmmeldung von Island, die das Tiroler Skigebiet umgehend zum Krisengebiet erklärten, auch Anschober erhielt die Meldung, tat aber weiter nichts und in Ischgl ging der Skibetrieb ungehindert weiter.

Dazu Tirols Landessanitätsdirektor Franz Katzgraber nach einem Blick in seine Glaskugel: Es sei „aus medizinischer Sicht wenig wahrscheinlich, dass es in Tirol zu Ansteckungen gekommen ist. Die Gäste müssten sich im Flugzeug angesteckt haben.“

Die Landessanitätsdirektion hatte offenbar auch für weiteres Feiern und Skifahren grünes Licht gegeben mit der Begründung, dass das Virus bei Partys nicht übertragen werde. Es gibt aber dazu ein Infoblatt, das  beweist, dass die Behörden Bescheid wussten und dass sie nichts unternommen haben, um diese Feiern zu unterbinden.

Der Herr Landessanitätsdirektor ist anscheinend ein ähnlich grossartiger Virologe wie Donald Trump, hätten wir uns nur auf die beiden verlassen, wäre Corona schon längst Geschichte, mir ist schleierhaft, warum das bisher nicht bemerkt wurde.

Sehr beunruhigt durch die Nachrichten aus Island, testet Norwegen am 07. März Ischgl Rückkehrer positiv. Bei knapp 1.200 infizierten Norwegern  stammt fast die Hälfte ihre Erkrankung der Tirol-Connection. Auch ein großer Teil der Coronafälle in Dänemark geht auf den Infektionsherd Ischgl zurück.  Die Dänen reagieren ziemlich sauer, man habe angesichts der gehäuften Fälle in Österreich nachgefragt – die österreichischen Behörden hätten aber nichts zur Situation in Tirol sagen können.

Dass wirtschaftliche Interessen gesundheitliche ausgestochen haben könnten, sieht Gesundheitsminister Rudi Anschober  im Falter-Interview „in diesem Fall nicht“. Worauf er diese Ansicht stützt, aus dem fernen Wien, sagte er nicht. Die Tiroler Seilbahnlobby ist dem Herrn Gesundheitsminister anscheinend nicht bekannt.

Als dann am 14. März endlich Maßnahmen getroffen wurden, 10 Tage brauchten Platter und Konsorten, um sich aus der Verschränkung mit der Wirtschaft zu lösen, war es einfach schon zu spät.

Jetzt betritt auch Innenminister Karl Nehammer die Bühne und fordert, daß ausländische Gäste sofort das Gebiet verlassen und ohne Zwischenstopp in ihre Heimatländer reisen. Die allermeisten sind zwar per Flugzeug angereist, spielt aber für den Minister keine Rolle.

Das nächste Totalversagen von Tirol, es war wieder einmal niemand zuständig, das auch zu kontrollieren.

Nun bemühte wieder ein Tiroler seine Glaskugel, Bezirkshauptmann Markus Maaß, und zeigte sich sicher, daß  90 Prozent der Gäste wirklich nach Hause gefahren sind. In Wahrheit sind mehrere hundert Urlauber nach Innsbruck gefahren und haben sich dort in Hotels einquartiert. Was hätten sie auch machen sollen, aus Ischgl mussten sie raus und die Flüge gingen erst am nächsten oder übernächsten Tag.

Wer dazu das Interview mit Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg im ORF gesehen, weiß wer da alles in der Tiroler Landesregierung sitzt. Er hätte nur Kenntnis von 4 Urlaubsgästen in Innsbrucker Hotels und stammelte wiederholt: „ Die Behörden hätten alles richtig gemacht, wir haben alles richtig gemacht“, mehr fiel ihm dazu nicht ein. Daß dieser Landesrat noch in seinem Amt bleiben durfte ist eine unmittelbare Bedrohung für die Tiroler Bevölkerung.

Platter und seine schwarzen Konsorten haben es geschafft, daß die Region sowohl im europäischen Ausland als auch weltweit zum Hochrisikogebiet erklärt wurde und mit der Lombardei, der chinesischen Provinz Hubei, Iran und zweier südkoreanischer Gebiete auf eine Stufe gestellt werden. Der Imageschaden für Österreich, der da angerichtet wurde, ist noch gar nicht zu ermessen.

Hätte Gesundheitsminister Anschober richtig reagiert, hätte er Tirol unter kommissarische Leitung des Bundes stellen,  und dann sofort die notwendigen Maßnahmen ergreifen müssen.  Damit hätte er verhindert, daß das Virus tagelang in alle Länder Europas exportiert wurde. Daß dieses Unterfangen nicht gerade leicht gewesen wäre, liegt auf der Hand, die gesetzliche Basis dazu ist vorhanden. Ein grüner Gesundheitsminister stellt eine Landesregierung unter Kuratel die der Partei seines Koalitonspartners angehört, aber trotzdem, richtig wäre es gewesen.

Als Österreicher muß man sich schämen, daß wir in einem Bundesland eine solche Regierung haben, die offenbar Gewinnmaximierung über Leben und Gesundheit stellt. Wie viele Todesfälle auf das Konto dieses Versagens zurückzuführen sind werden wir niemals erfahren, auch mit einem Schuldeingeständnis der zuständigen Behörden ist nicht zu rechnen, nicht einmal mit Reue, denn: „Wir haben alles richtig gemacht!“

Cato54

2 Antworten auf „Tiroler Regierung schadet Österreich weltweit“

  1. Fragen???
    Am 13. wurde in Tirol das gesamte Paznauntal und St. Anton am Arlberg zum Risikogebiet und eine Quarantäne verhängt.
    Zum Nachlesen in der Krone vom 28.3. https://www.krone.at/2125684 „5000 Gäste aus Ischgl waren noch auf Skipiste“
    Doch danach wurde noch fleissig weiter Ski gefahren und das von über 5000 Personen.
    Warum ermittelt die Staatsanwaltschaft nicht gegen die Liftbetreiber? Normale Österreicher in einer Gruppe von 3 oder 4 Personen werden hart abgestraft.
    Wird überhaupt gegen die mächtige Tiroler Seilbahnlobby ermittelt werden?
    Werden, falls ermittel wird, die Zähldaten von den Drehkreuzen noch vorhanden sein, oder leider aus technischen Gründen nicht mehr lesbar oder überhaupt verschwunden sein?
    Fragen über Fragen

  2. Wie blöd kann man denn noch sein?
    Der erste Coronafall in einer Haftanstalt, wo wohl, na in Tirol wo denn sonst.
    Der Häftling hat gerade erst seine Strafe angetreten, war vorher in Ischgl schifahren,
    wurde er gestestet vor Haftantritt, nein natürlich nicht, da könnt in Tirol ja jeder kommen.
    Der gesunde Menschenverstand sagt eigentlich schon, dass in diesen Zeiten jeder, egal in welchem Bundesland bei einem Haftantritt vorher getestet werden MUSS!
    In Tirol natürlich nicht, die machen ja alles richtig mit ihrem Vabanque Spiel mit der Gesundheit der Bevölkerung. Wieviel Fälle brauchen diese Dummköpfe, anders kann ich es nicht mehr sagen, denn eigentlich noch bis sie endlich aufwachen ?
    Da bin ich nicht nur platt, da bin ich platter!

    Berichtigung!
    Der Häftling wurde doch vorher getestet, positiv, aber niemand weiß von wem und die Haftanstalt wurde davon 12 Tage nicht unterrichtet. Dazu fällt auch mir nichts mehr ein.

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