Corona und die Flüchtlingslager

Es ist zwar im Moment, bedingt durch die Corona Krise, weder ein Thema in den Medien, noch in der Politik, trotzdem möchte ich einige Dinge in Erinnerung rufen.

In griechischen Flüchtlingslagern sind derzeit etwa 40 000 Flüchtlinge untergebracht, in der Türkei sind es über 3 Millionen, im Libanon über 1 Million bei einer Bevölkerung von 6 Millionen.

Ich möchte hauptsächlich auf die Lage in Griechenland eingehen, da ein EU Land, aber vieles trifft natürlich auch auf alle anderen zu.

Die Flüchtlinge leben schon im Moment unter katastrophalen Verhältnissen, kein sauberes Trinkwasser, Hunger und schon jetzt alle möglichen Krankheiten, von der Versorgung mit Medikamenten gar nicht zu reden. Es ist nur eine Frage der Zeit bis auch in den Flüchtlingslagern Coronainfektionen auftreten, hier hat Europa ein Problem, dessen Ausmaße überhaupt nicht abzuschätzen sind. Um das Ausbreiten des Virus in den Lagern zu verhindern ist es schon zu spät, sie müssen jetzt schon auf engstem Raum zusammen leben, dazu hat Griechenland für Flüchtlinge eine Sonderausgangssperre verhängt. Zu erwarten ist ein Worst Case Szenario, das wahrscheinlich niemand mehr verhindern kann.

Auch wenn nur in Afrika 2 Drittel aller Auswanderungswilligen in ihrer Region bleiben, sind es noch immer 15 bis 20 Millionen die nach Europa wollen. Gar nicht gerechnet die Flüchtlingsströme aus Asien, etwa Pakistan und Afghanistan. Es steht fest, daß Europa gar nicht in der Lage ist alle diese Flüchtlinge aufzunehmen,  bei bestem Willen nicht, obwohl NGOs und linkslinke Gruppierungen uns das immer wieder einzureden versuchen. Jeder darf natürlich seine Meinung haben, aber gerade diese Gruppen strotzen nur so von Intoleranz gegenüber Andersdenkenden.  Daß  die Aufnahme unbegleiteter Minderjähriger von den meisten Menschen abgelehnt wird, kann ich auch irgendwie verstehen, ist doch durch unsere Gesetze der Familiennachzug  garantiert, wodurch sich diese Anzahl natürlich vervielfacht. Ebenfalls ist der Anteil der nicht Asyl berechtigten Wirtschaftsflüchtlinge außerordentlich hoch, und wie das mit den Rückführungen läuft, konnten die Bürger in ganz Europa in den letzten Jahren zur Genüge feststellen. Die Sorge vor einer wachsenden Gefahr in den Lagern könnte den Konflikt innerhalb Europas nochmals verschärfen.

Aber zurück zu Griechenland, daß etwas getan werden muß ist unverrückbar, daß  es auf EU Ebene passieren muß ebenfalls, aber was und in welcher Form, dazu fehlt mir persönlich jede Art von Lösung.

Bedingt durch die  Coronakrise,  haben alle Staaten Europas derzeit selbst mit grössten Problemen zu kämpfen, wie soll da Hilfe, Ärzte, Medikamente, die haben nichts, es wird ja alles gebraucht, zu den Flüchtlingen kommen, es gibt so gut wie keine Ressourcen.

Jeder auch nur halbwegs normal denkende Mensch muß da Empathie empfinden, aber eine Lösung ist weit und breit nicht in Sicht.

Cato54

Eine Antwort auf „Corona und die Flüchtlingslager“

  1. Ich habe gerade gelesen, die NGOs fordern eine sofortiger Evakuierung der Flüchtlingslager. JA, aber WOHIN und WER? Fordern kann jeder Depp, haben sie Lösungen, nein, wissen sie wohin, nein. Die EU soll ihre Verantwortung wahrnehmen, bei solchen Allgemeinplätzen werde ich wütend. Wer nimmt sie, die Caritas, die haben gerade in einem Interview gesagt, sie sind in der derzeitigen Krise mit ihrer Personalstruktur an der Grenze, andere, es gibt ca 150 zivilgesellschaftliche und kirchliche Organisationen, wenn da alle Mitglieder einen Flüchtling aufnehmen wären die Lager im Nu geräumt! Nur fordern und Maul aufreissen ist zuwenig!

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