Anschober – Schullehrer oder Machtpolitiker ?

Leider schon wieder Anschober,  der Mann schafft es, mehr zu polarisieren als z.B ein Herr Strache, was auch für einen Grünen bemerkenswert ist.

Wer die Diskussion im ORF mit Claudia Reiterer angesehen hat,  muss sich zwangsläufig fragen, ob der Herr Gesundheitsminister von einem, sagen wir mal, mittelschweren Cäsarenwahn  befallen ist.  Er beantwortet die Fragen nicht, schweift aus und hält unbeirrt seine Monologe, die aber kein halbwegs normaler Mensch mehr hören will. Vielleicht hat Frau Reiterer wirklich zu viele Zwischenfragen gestellt, war aber die wahrscheinlich einzige Möglichkeit diesen ewig gleichen Sermon zu unterbrechen.

Seine Mitarbeiter sollten Herrn Anschober einmal darauf aufmerksam machen, daß er nicht mehr vor einer Schulklasse steht, das hat er anscheinend vergessen.  Wundern würde sich aber niemand,  sind doch mehrere Regierungsmitglieder von einem Amnesie Virus befallen, der ansteckender ist als Covid 19.

Was mir wirklich Sorgen macht ist der Parlamentsbeschluß, der dem Gesundheitsminister weitreichende Befugnisse einräumt. Daß dieser Chaosminister nun eine solche Macht in Händen hält ist wieder einmal der SPÖ zu verdanken, die den nächsten grandiosen Umfaller hingelegt hat. Allerdings war mit etwas anderem auch  nicht zu rechnen, es ist nur ein weiterer in einer langen Reihe.

Das „Ampelsystem“ und die Corona-Kommission werden gesetzlich verankert. Letztere ist – außer bei Gefahr in Verzug – vor Erlass einer Verordnung anzuhören.  Wann Gefahr im Verzug ist bestimmt allerdings Kurz und Anschober.

Die Kosten der Ampel und der Expertenkommission sind natürlich nicht bekannt, sicher eine Menge Geld, die da für eine tote Ampel verbraten wird, aber Transparenz können die Grünen, seit sie in der Regierung sind nicht einmal mehr schreiben.

Sigrid Maurer wirft Kikl massive Verunsicherung der Gesellschaft vor,  noch mehr Verunsicherung, wie es Anschober mit seinen kryptischen Aussagen und Verordnungen verursacht hat ist aber kaum mehr möglich.

In den Schulen geht es chaotisch zu, die Nummer 1450 ist jetzt schon überlastet, die Testungen und insbesondere die Ergebnisse dauern viel zu lange, das kümmert den Herrn Gesundheitsminister aber wenig. Für so etwas profanes und nebensächliches hat er keine Zeit, sein Arbeitsverständnis heißt anscheinend  Pressekonferenzen über Pressekonferenzen und dazwischen noch Interviews in jedem Sender und jeder Zeitung, die ihm Raum für seine Monologe geben.

Ich höre jetzt schon seine Reden, wenn in etwa einem Monat, Schnupfen, Husten und teilweise auch schon Grippe und grippale Infekte um sich greifen und die chaotischen Zustände auf einem Höhepunkt steigen,  er hat natürlich alles richtig gemacht,  die Bürger sind schuld, in der Schule die Eltern, die Uneinsichtigen,  der Crash war so  nicht vorher zu sehen, und er ist ohnehin ständig am Evaluieren, sein absolutes Lieblingswort.  Daß bei seinen Evaluierungen nie etwas auch nur halbwegs vernünftiges herauskommt, ist, nehme ich einmal an, den Umständen geschuldet.

Auch im Parlament heute hat Anschober getan was er am besten kann, rekapitulieren über das Frühjahr, Österreich sei gut durch die Krise gekommen, der Höhepunkt der Pandemie sei noch nicht erreicht, seit September gebe es deutliche Steigerungen, Österreich stehe an einer Weggabelung, alles was er schon seit Wochen wiederholt und jeder Österreicher, der zweimal zugehört hat,  im Schlaf vor sich her beten kann.

Es gibt auch wieder Hinweise zu einer exponentiellen Steigerung,  sagt Anschober, das einzige was nachgewiesenermaßen in einer ständigen Exponentionalschleife  gefangen ist, sind seine Chaosverordnungen, variabel ist dabei nur die Grösse des Chaos.

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