Das BVT – Gefährdet schwarzes Günstlingsnetzwerk österreichische Bürger?

Nachdem Innenminister Nehammer gleich am ersten Tag nach dem Anschlag schon mit Schuldzuweisungen um sich schlug, kurz, alle sind schuld nur er hat alles richtig gemacht, setzten heute August Wöginger, der schwarze Klubobmann und Karl Mahrer der schwarze Sicherheitssprecher noch ein Sahnehäubchen drauf.  Haupttenor war ein Frontalangriff auf den Ex Innenminister Herbert Kikl. Daß das BVT vom ebenfalls schwarzen Innenminister Ernst Strasser 2002 gegründet wurde, und seither, also fast 18 Jahre bis Kikl ausschließlich ÖVP Innenminister verantwortlich waren, haben die beiden nobel übergangen. Auch sei das natürlich keine Ablenkung von Missständen im BVT,  es ginge nur um die, durch Kikl Veröffentlichungen verursachte Gefährdung von Polzisten und Verunsicherung der Bevölkerung.  Es ist keine Verunsicherung, Herr Wöginger, es ist Wut, Wut über das Totalversagen eines von schwarzen Netzwerken dominierten BVT, in dem Unfähigkeit und grenzenlose Arroganz zum Tode von Menschen geführt haben.

Der grösste Aufreger für Mahrer und Wöginger war aber anscheinend das Wissen von Kikl über eine „ geheime“  ( geheim im Zusammenhang mit dem BVT ist ja schon ein Witz ) Verschlußsache über die Kikl Bescheid wusste. Sie waren höchst empört darüber, daß nicht nur die schwarze oder türkise, beides sind hässliche Farben,  Reichshälfte über Informanten und Zuträger verfügt, sondern auch andere Parteien, es kann ja nicht sein, daß dieses ÖVP Monopol von jemand anders durchbrochen wird.

Laut Wöginger informiert  Nehammer kompetent und rasch und handelt verantwortungsvoll, anscheinend hat er diese Nehammersche Schuldzuweisungsorgie am Dienstag nicht mitbekommen. Vertuschung war in der Politik schon immer ein Thema, die ÖVP hat es aber darin zur Meisterschaft gebracht.

Die SPÖ ist ja als Sündenbock abhanden  gekommen, was aber für die ÖVP kein besonderes Problem darstellt, sofern sie noch über andere verfügt, denen sie die Schuld in die Schuhe schieben können.

Daß das patscherte Vorgehen von Kikl in der sogenannten Bvt  Affäre kein Ruhmesblatt darstellt, und die versuchte teilweise Umfärbung in Blau aber bei diesem Geheimdienst  auch nichts mehr verschlimmern kann, gehört wohl zu den eher offenen Geheimnissen.

Kein Geheimnis ist, daß das BVT noch nie reibungslos funktioniert hat. Die deutschen oder auch amerikanische  Geheimdienste lieferten schon vor der BVT Affäre kaum mehr Informationen, da schon damals bekannt war, daß unser Geheimdienst  wie ein grobmaschiges Sieb funktionierte.

Der erste Direktor, Gert Polli wurde aus dem Amt gedrängt, angeblich weil die USA ihm eine Nähe zum Iran vorwarfen. Dieser beklagte schon vor 2 Jahren Mißwirtschaft und Korruption im BVT, Führungsmangel und ein „Netzwerk von Günstlingen“.

Durch diese Günstlingswirtschaft ist das Image des BVT seit Jahren bei ausländischen Partnern massiv geschädigt, das Ihnen ins Stammbuch geschrieben Herr Wöginger.

Daß  dieses BVT vom Berner Club, einer Verbindung aller wichtigen Nachrichtendienste  Europas nicht mehr eingeladen wurde weil gleich mehrere eklatante Sicherheitsrisiken innerhalb dieser Behörde festgestellt wurden, unter anderem das IT System, ist sogar der Öffentlichkeit bekannt, getan wurde von Seiten Nehammers  ausser der üblichen Vorankündigungen nichts.

Der Prüfbericht des Berner Clubs wurde voriges Jahr der Tageszeitung Österreich zugespielt und veröffentlicht. Durch Intervention der Regierung in Wien wurden aber wesentliche Teile wieder gelöscht, wenn es ums Vertuschen geht sind die Herren sehr schnell bei der Sache.

Die grössste Chuzpe kam aber danach, die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen: Verrats von Staatsgeheimnissen“. Dummheit und Behördenversagen sind in Österreich anscheinend Staatsgeheimnisse und gehören strengstens bestraft, während potenzielle Attentäter auf Milde und Verständniss hoffen dürfen.

Das BVT war schon seit Jahren ein Trümmerhaufen, daß Kikl diesem den letzten Tritt verpasst hat, ist in diesem Zusammenhang eher positiv zu sehen, Nehammer hat diesen Haufen trotzdem liegen lassen.

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