Nehammer schützt Österreichs Grenzen nicht

Hongkong, Seoul, Addis Abeba, Kairo, Pristina, Skopje, Tirana, Taipeh,  Minsk, Istanbul, London, Bukarest, das sind nur einige Herkunftsländer, aus denen am Freitag Maschinen auf dem Airport Schwechat landeten. Insgesamt waren es 79 Flugzeuge, wenn man eine Besetzung von durchschnittlich 60 Personen pro Flugzeug rechnet, sehr konservativ geschätzt, sind das  fast 5000 Personen, die jeden Tag in Wien Schwechat landen. Heute Montag sind es 68 Ankünfte, wieder aus aller Herren Länder.  Was passiert mit diesen Einreisenden bei der Ankunft – nichts! Eine halbherzig durchgeführte Fiebermessung, natürlich nicht bei allen, soviel Personal gibt es leider nicht, Covid Kontrollen so gut wie gar nicht vorhanden, wird schon nichts passieren.  Wenn Reisende glaubhaft machen, diejenigen, die überhaupt gefragt werden, aus einer Reihe von etwa 40 (erlaubten ) Staaten zu kommen, passiert überhaupt nichts. Das ließe sich zwar leicht aufgrund des Flugtickets überprüfen, auf dem steht aber nicht, ob man in den genannten Staaten nur umgestiegen ist und ursprünglich ganz woanders herkommt.

Es gibt für die Dunkelziffer, also wieviele Menschen mit Covid 19 infiziert sind ohne es zu bemerken keine validen Zahlen. Die Schätzungen gehen von 10 % bis über die Hälfte aus. Bleibt man bei der untersten Schätzung sind das alleine in Wien Schwechat jeden Tag 500 Personen die das Virus in Österreich verbreiten können.  Davon hört man aber vom sonst so wortgewaltigen Herrn Minister Nehammer nichts.  Eine Erklärung dürfte ihm da aber relativ schwerfallen.

Wenn diese Passagiere alle in Wien bleiben würden, wäre es auch nur ein Wiener Problem, das sie selbst verschuldet haben,  aber Schwechat ist eine Hauptdrehscheibe in Österreich und die Ankommenden reisen in alle Bundesländer weiter, können also Covid 19 fröhlich in ganz Österreich verteilen.  Schuld ist dann wieder die Bevölkerung, die sich an keine Maßnahmen hält.

Natürlich gibt es diese Unbelehrbaren, leider, die sogenannten Covidioten,  ganz in den Griff bekommt man solche Leute nie.

Aber, Shoppingtouren in Bayern, Kaffeefahrten nach Italien, früher nächtelanges Feiern in Tschechien, könnten  leicht unterbunden werden,  dazu braucht es aber genaue Grenzkontrollen, und da bin ich wieder bei Nehammer, die finden nicht statt.  Herr Innenminister , ein bisschen weniger martialisches Machogehabe bei den Pressekonferenzen und ein bisschen mehr Kontrollen an den Grenzen, zumindest diese Problem wäre dann keines mehr.

2 Antworten auf „Nehammer schützt Österreichs Grenzen nicht“

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