Die Corona Impfstoffe und deren Verwendung in Österreich

Begonnen hat alles mit dem Bestellchaos der EU, während andere Länder wie Israel oder Grossbritannien schon lange ihre Bestellungen unter Dach und Fach gebracht haben, die USA schon Ende Juli bestellt haben,  hat sich die Brüsseler Bürokratie erst im November dazu aufraffen können endlich den Bestellvorgang einzuleiten. Das verwundert im Nachhinein wenig, ist doch die Kommissionspräsidentin Van der Leyen dafür bekannt in ihrer Funktion als Verteidigungsministerin der Bundesrepublik Waffen die nicht schießen und Hubschrauber die Flugverbot haben geordert zu haben.  Auch die Menge ist wieder ein typisches EU Agreement, die Chefs von Biontech und Moderna gaben an, bei Vertragsabschluß wesentlich mehr Impfdosen angeboten zu haben, sind aber dabei auf starke Zurückhaltung  gestossen. Laut Bundeskanzler Kurz spielten die Kosten keine Rolle, daß von dem Billigimpfstoff von Astra Zeneca die grössste Menge bestellt wurde, danach erst der Impstoff von Biontech und vom teuersten Impfstoff von Moderna am wenigsten, ist da sicher nur ein reiner Zufall.  Der Kostenunterschied von 16,2 Milliarden Euro (Moderna, hochwirksam) zu 792 Millionen Euro (Astra-Zeneca, weniger wirksam)  hochgerechnet auf alle EU Bürger, spielt also überhaupt keine Rolle?

Zu diesem Negotiation Team, also der Verhandlungsgruppe der EU zur Beschaffung von Impfstoffen gehörte ein gewisser Herr Martin Auer, seines Zeichens Sektionschef im Gesundheitsministerium und Impfbeauftragter oder Koordinator von Anschober. Passte meiner Meinung nach sehr gut zu den Erbsenzählern aus Brüssel,  die ihre Werte in Cent messen, und denen die Gesundheit der Europäer herzlich wenig bedeutet.

Derselbe Herr Auer, der dann Biontech – Pfizer süffisant ausrichtete, sie hätten ein Lieferproblem.  Der Gründer von Biontech, Prof. Christopf Huber,  ein wirklicher Experte, Weltmarktführer in dieser Technologie, sagte in einem Krone Interview: „Wer rechtzeitig und verbindlich bestellt hat, kommt halt früher dran und hat auch bereits genügend Impfstoff bekommen.“  Die Aussage des Herrn Auer wollte er gar nicht kommentieren, was die Wichtigkeit unseres Impfbeauftragten ziemlich deutlich macht.

Zusätzlich ist der Herr Sektionschef auch noch der offizielle Kandidat Österreichs für die Position des Regionaldirektors der WHO-Europa, ein Politikwissenschaftler ohne jede medizinische Vorkenntnisse, da ist jeder weitere Kommentar überflüssig.

In Österreich geht es sehr schleppend weiter, was eine logische Folge der hervorragenden Vorarbeiten unseres Gesundheitsministers ist, Planlosigkeit, Ziellosigkeit und Ahnungslosigkeit. Was geschehen würde, wenn wir genügend Impfdosen hätte, will ich mir nicht einmal vorstellen.

Die Rechenkünste unseres Volksschullehrers dürften auch im Argen liegen, denn falls und ich betone nochmal, falls man seiner Aussage Glauben schenkt,  dass in Österreich alle bis Ende des Sommers geimpft werden, die dies wollen und das Modell von über 50 % der Österreicher zugrunde legt, also knapp 5 Mio Menschen würde das bei zwei Teilimpfungen einer Impfrate von  50 000 Impfungen am Tag entsprechen und das auch nur wenn 7 Tage  die Woche geimpft wird?  Herrliche Zeiten kommen da auf die Österreicher zu, leider wird da wohl Ende Sommer 2022 gemeint sein, aber bis dahin können wir ja noch auf Teufel komm raus testen, die Testkits von Kurz müssen ohnehin verbraucht werden.

Die Auslieferung,  Lagerung und Vorbereitung hat der Pharma  Großhandel übernommen, die Verabreichung und Infrastruktur die Länder, da wird sich der Herr Gesundheitsminister auch einmal fragen müssen: „Und wos wor mei Leistung“ ?

Eitel und Wonne ist es aber auch bei den Ländern nicht, wenn laut Schützenhofer kein Wettbewerb zwischen den Ländern bei der Impfung stattfinden soll, soll heißen, alle Bundesländer müssen sich an das langsamste Land angleichen. Anstatt einen gesunden Vergleich zuzulassen, bei dem sich Länder, die zurückliegen, mehr anstrengen,  wieder die von Brüssel bekannte Gleichmacherei , weitere unnötige Infektionen und Tote, auch die Landeshauptleute haben aus dem EU Desaster nichts gelernt. Wahnsinn!

Der für das Gros der Bevölkerung zugedachte billige Impfstoff von Astra Zeneca, ist nicht nur weniger wirksam, er hat auch sonst ein paar Besonderheiten, die nicht gerade dazu angetan sind, das  Vertrauen zu erhöhen.

Astra Zeneca nutzt  Adenoviren als Vektor, um das Erbgut für die Antigenproduktion in die Zellen zu transportieren – daraufhin entsteht eine Immunreaktion. Allerdings kann bei diesen Impfstoffen das Immunsystem auch eine Immunreaktion gegen das Adenovirus entwickeln. Daher können diese Impfstoffe meist nur einmal pro Person eingesetzt werden. Forscher haben sich daher sogenannte Prime/Boost-Strategien überlegt, um Menschen mehrfach impfen zu können. Eine davon ist, bei der zweiten Impfdosis einen anderen Vektor zu verwenden, aber mit dem gleichen Antigen.  Aus diesem Grund könnte auch die Kombination aus Sputnik V und dem Vektorimpfstoff von Astra Zeneca gut funktionieren. Es gibt aber derzeit überhaupt keine Studien darüber,  könnte und würde ist mir persönlich aber bei diesem heiklen Thema zuwenig. Noch wichtiger ist aber die verminderte Wirksamkeit, die zwar bei 70 % angegeben wird, dies stellt aber nur einen errechneten Mittelwert dar, der sich aus 62% bei Älteren und 90% bei Jüngeren zusammen setzt.

Das alles hört man aber von Anschober nicht, ganz im Gegenteil, er schwärmt  sogar von diesem Impfstoff, dessen einziger Vorteil in der billigen Lagerung in einem normalen Kühlschrank besteht. Die Grünen sind gerade dabei ihren „Lehrmeister“ der ÖVP bei Intransparenz, Halbwahrheiten und Verschweigen von wichtigen Punkten rechts zu überholen.

Der von allen sehr geschätzte Infektiologe  Kollaritsch bringt folgenden humorvollen Vergleich: „Astra Zeneca möchte das vielleicht mit zwei Vektoren machen. Ein schönes Beispiel wäre: Einmal fährt man mit VW, einmal mit Škoda. Beide Male sitzt der Anschober drin.“

Dazu kann ich dem Herrn Dr. Kollaritsch nur sagen, egal in welchem Fahrzeug sich Gesundheitsminister Anschober befindet und sollte es sich auch um ein von den Grünen so bevorzugtes Elektromobil handeln, haben alle etwas gemeinsam, sie bewegen sich nicht von der Stelle.

Von der Opposition hört man wenig bis gar nichts, die SPÖ hat Kurz schon ganz eingesackt, die Neos halb, und die FPÖ verbreitet lieber Desinformation, mit solchen Aussagen wie: „Corona ist nicht so gefährlich wie behauptet wird, die Covid Tests liefern meist falsche Ergebnisse und Impfen ist gefährlicher als Corona selbst, statt faktenbasiert die Fehler eines Herrn Kurz und eines Herrn Anschober aufzuzeigen.

Ich war immer ein Impfbefürworter und bin es noch, den Astra Zeneca Impfstoff lasse ich mir nicht geben, ich bin Jahrgang 1954, gehöre also der Gruppe an bei der der Vektorimpfstoff den geringsten Wirkungsgrad hat, den kann sich unsere Regierung an den Hut stecken. Da warte ich lieber auf die Möglichkeit, im Ausland mit einem der beiden anderen geimpft zu werden, sogar wenn das Kosten verursacht. Die Chance zeitnah zu so einer Impfung zu kommen ist relativ gross, werden doch die Länder in Europa schon längst einen Grossteil der Bevölkerung geimpft haben wenn in Österreich noch immer nur getestet wird.

Aber das muß jeder für sich selbst entscheiden, meine Frau will sich, wenn es nicht anders geht, auch mit Astra Zeneca impfen lassen, ihrer Meinung nach ist 60% besser als gar nichts.

Nachtrag:

Kritik an Israels Impfvertrag

Ich bin gerade auf einen Artikel in der Kronenzeitung gestossen, in dem von Datenschützern Kritik  am Vertrag von Israel mit Pfizer erhoben wird.  Ein „renommiertes Demokratie-Institut“ erhebt Vorwürfe weil Israel Impfdaten an den Hersteller weiterleitet. Ein hervorragendes Beispiel wie Brüssel von eigenen Unzulänglichkeiten ablenkt, und diese Kritik von einem „unabhängigen Institut“ vorbringen läßt. Das ist so offensichtlich daß es keinen weiteren Kommentar erfordert, den Kommentar eines Lesers will ich nicht vorenthalten, treffender kann es niemand mehr ausdrücken:

Wir glücklichen Europäer- viele sterben in der EU weil sie gar nicht oder zu spät geimpft werden – dafür können Sie den Datenschutz ins Jenseits mitnehmen- Irre!!!!!

 

3 Antworten auf „Die Corona Impfstoffe und deren Verwendung in Österreich“

  1. Der Gesundheitsminister macht weiter mit Tarnen und Täuschen. Das Impfdashboard zeigt nur vage Zahlen der verabreichten Impfungen in Österreich an, es gibt keinerlei Information über die gelieferten Mengen. Über den Grund muß man nicht lange spekulieren, jeder könnte sonst sehen, wieviele Impfdosen mit Billigung des Gesundheitsministers in sogenannte systemrelevante Gruppen abfließen. Fragen dazu von Journalisten, Fehlanzeige.

  2. Der Bundeskanzler gab am Montag abend bei einem Interview zu, daß ein Alleingang Österreichs bei der Impfstoffbestellung möglich gewesen wäre, aber zugunsten des grossen Ganzen, was immer das sein mag, wurde darauf verzichtet. Wäre das für Österreich schwer gewesen, ja, sogar sehr schwer. Aber, Herr Bundeskanzler, sie wurden von Österreichern für Österreicher gewählt, und nicht dafür sich in anderen EU Staaten Liebkind zu machen und sich einem Bürokratiemonster namens EU zu unterwerfen.

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