Impftermine in Kärnten – höhere Gewinnchancen beim Roulette in Velden

Heute hat die Chaostruppe des Landesimpfgremiums bei mir zum 2. Mal zugeschlagen, wieder Impfwarteliste, wieder kein Anruf,  das ist mir zu blöd geworden, auf die Impfwarteliste setze ich mich nicht mehr , einigen meiner Freunde ging es ebenso.  Ich nehme an,  die maßgeblichen Herren und Damen warten auf Astra Zeneca, von dem wird genügend übrigbleiben für Hinz und Kunz, Was mich persönlich betrifft, dieses Vakzin können sie gerne an Alle verimpfen die sich darum reissen, glaube aber, die Nachfrage wird sich in engen Grenzen halten.

Hauptsache, die Landesregierung kann stolzgeschwellt vor die  Presse treten und verkünden daß sie die Impfung allen die das möchten angeboten haben, aber leider wurde sie von Teilen der Bevölkerung nicht angenommen, das sei sehr bedauerlich.

Dieses Wochenende hat das Spiel auch mit meiner Frau begonnen, ebenfalls auf der Warteliste, ebenfalls kein  Anruf.  Meine Frau pflegt ihre 90 jährige Mutter,  so einen Fall, wie Heimpflege, haben  diese  Meister ihres Fachs bei der Grundanmeldung gar nicht vorgesehen,  mit solchen Marginalien kann sich das Kärntner Impfgremium natürlich nicht abgeben.  Ich wollte, falls ich früher dran gekommen wäre, meine Impfdosis eben aus diesem Grund meiner Frau überlassen, befürchte aber, nach meiner bisherigen Erfahrung, daß das ohnehin nicht möglich gewesen wäre: „ Gibt’s nicht, machen wir nicht, ist nicht vorgesehen !“   Und was in der Bürokratie nicht vorgesehen ist, wird ein Beamter auf keinen Fall zulassen.

Sollte Gerd Kurath, der Leiter des Landespressedienstes am Montag wieder vor die Medien treten falls Impfdosen übrig geblieben sind, und behaupten, die Wartelisten wurden abgearbeitet, ist das nichts weniger als gelogen.  Vorigen Montag hat er auch dasselbe behauptet und das angeblich mit einer gründlichen Recherche unterlegt.  Ich nehme an, dafür wird ihm neben seinem Vollzeitjob ( ?)  als Landespressedienst Leiter und seiner Tätigkeit als selbstständigem PR Berater nicht gar so viel  Zeit übrig geblieben sein.  Dieses Wochenende kenne ich fünf Personen aus meinem näheren Bekanntenkreis, die ebenfalls auf der Warteliste standen und  nicht kontaktiert wurden.  Es ist natürlich aber auch möglich, daß gerade diese Fünf die Ausnahme bilden, es gibt viele Dinge zwischen Himmel und Erde, die sich einem gewöhnlichen Betrachter entziehen.

In einer Impfstraße in Villach fehlen seit Februar insgesamt 175 Impfdosen.

Es geht laut aktuellen Aufzeichnungen jetzt um 35 Impfdosen, seit Februar wurden am gleichen Standort 175 Dosen als fehlend gemeldet.  Drei Impfkoordinatoren brauchen drei Monate um festzustellen, daß ständig Impfdosen verschwinden  und dieselbe Zeit um Anzeige zu erstatten, besser können sie die völlige Nichteignung für diese Funktion gar nicht darstellen.

Übrig gebliebener Impfstoff  voriges Wochenende bei  zwei Impfstraßen in Klagenfurt und Spittal, insgesamt 350 Impfdosen.

Angeblich wurde die Warteliste abgearbeitet, was aber schlicht weg gelogen ist. Ich persönlich kenne zwei, die an diesem Samstag von Klagenfurt garantiert nicht angerufen wurden, obwohl sie auf der Warteliste standen. Weitere zwei Personen hat Kärnten heute aufgedeckt, wie hoch die Dunkelziffer ist kann man sich lebhaft vorstellen. Durch dieses System der  völligen Intransparenz ist es natürlich sehr leicht in alle möglichen Richtungen zu tricksen.

Anscheinend hat die Impflogistik diesmal Beate Prettner übernommen, deren Leistung als Gesundheitsreferentin des Landes Kärnten bisher auf Bettenabbau beschränkt war, genannt hat sie das allerdings Systemoptimierung. Wie viele Intensivbetten während Ihrer politischen Zuständigkeit abgebaut wurden konnte ich leider nicht recherchieren, das Netz gibt dazu nichts her.

Hätte die Teststrategie  Prettner ausgearbeitet statt Landesrat Fellner, würde da heute noch nichts klappen.  Es gibt zwar so etwas wie einen Impfkoordinator des  Landes namens Ulrich Radda der die   Verimpfung auf Schiene bringen soll,  wenn man die  bisher angeführten Punkte ansieht, hat dieser aber die Kontrolle völlig verloren, falls er sie je hatte. Das wundert aber nicht, wenn man betrachtet in wie vielen Funktionen er tätig ist.  Dr. Radda dürfte einen 25 Stunden Tag haben ( mit einer Überstunde ), er ist so ganz nebenbei noch Regionalleiter des Medizinischen Dienstes der ÖGK Kärnten und Stellvertretender Ärztlicher Leiter der Pulmonalen Rehabilitation in Althofen.  Covid 19 Impfungen führt er ebenfalls noch persönlich durch ( Quelle: Mein Bezirk ) wie es da möglich ist, überall die ärztliche Sorgfaltspflicht zu beachten würde mich wirklich interessieren.

Da gibt es dann noch eine Frau Mag. MPH namens Veronika Burger, sehr für die Impfkoordination zuständig und sehr unbekannt.  Verbunden mit diesem postgradualen Studienlehrgang (MPH)  ist  eigentlich  der Erwerb von umfassenden Wissensgrundlagen und fachlichen Qualifikationen für Führungsaufgaben und Leitungsfunktionen im Gesundheitswesen mit Schwerpunkt  Prävention .  Von Führung und Leitung ist aber für den leidgeplagten impfwilligen Kärntner wenig zu bemerken.

Und nicht zuletzt einen sogenannten Corona-Koordinator  Mag. Günther Wurzer,  Abteilungsleiter im Amt der Kärntner Landesregierung,  was der koordiniert ist der Öffentlichkeit auch nicht bekannt, aber für alle gilt:  „Zu viele Köche verderben den Brei!“

Verantwortlich ist aber letztendlich immer Beate Prettner , bedingt durch ihre Funktion als Gesundheitsreferentin.   Es stimmt einfach gar nichts, laut Impfwarteliste ist für mich die Halle 3 zuständig, im Plan des Landes Kärnten ist aber die Halle 3 für Folgeimpfungen und die Halle 4 für Erstimpfungen zuständig. Alle genannten Personen sind anscheinend maßlos überfordert.

An eines hat diese geniale Impfkommission auch nicht gedacht, etwas, das jedem Bürolehrling im ersten Lehrjahr aufgefallen wäre: Es gibt keine Mailadresse, keine Telefonnummer bei der man seinen Impftermin absagen kann.  Daß bei dieser Masse an Personen es immer einige geben wird, die aus Krankheits- oder sonstigen Gründen den Impftermin nicht wahrnehmen können, wurde schlichtweg ignoriert. Man könnte dadurch die terminisierten Impfungen und die Warteliste besser organisieren, es gäbe weniger Leerlauf.

Das Ganze so zu programmieren, daß es von einigen Idioten, die es leider immer gibt, nicht für andere Anliegen mißbraucht und überlastet werden kann, wäre das geringste Problem, es ist aber diesen „Experten“ gar nicht eingefallen.

Auf alle Fälle lasse ich mich von einer solchen Kärntner Impfkommission nicht mehr verarschen, und werde auf weitere Wartelisteneinträge verzichten. Besser keine Impfung als ständiger wochenlanger Ärger. Entweder bekomme ich einen Fixtermin, und das, wie bisher, mit Biontech Pfizer, oder ich muß eben länger warten oder lasse mich im angrenzenden Ausland gegen Gebühr impfen, die werden ohnehin früher mit der Impfung durch sein als Österreich.

Übrigens, Freunde von mir haben einen Fixtermin bekommen, sind aber jünger und gehören keiner sogenannten systemrelevanten oder Hochrisiko Gruppe an.  Anscheinend veranstalten die zuständigen Damen und Herren, angeführt vom Impfkoordinator, eine fröhliche Lotterie, verprellen dadurch aber Impfwillige.

Es ist aber egal in welchen Bundesland man lebt, es ist überall das gleiche, ich bezeichne es mal als Impfkorruption.  In Wien werden die Philharmoniker geimpft und Stadtrat Hacker behauptet trotzdem für Krebskranke keine Impfdosen zu haben.  Wie das Rote  Kreuz in Vorarlberg die Impfung durchgeführt hat ist ja hinlänglich bekannt, statt der Ältesten, wurden Verwandte, Freunde und Bekannte geimpft.

Ich wollte immer und will mich noch impfen lassen, aber nicht unter solchen Umständen, ständig die Karotte vor der Nase, bevor sie dann weggezogen wird, das können sie sogar mit einem Esel nur eine gewisse Zeit machen.  Was das Land Kärnten da auf die Beine gestellt hat ist nichts als Chaos und Unvermögen.

Noch etwas zum grünen Impfpass. Der soll jetzt laut Bundeskanzler Kurz schon am 19 Mai kommen und das Gesundheitsministerium arbeitet daran. Das wird wohl der Witz des Jahres, ein Ministerium das von Anfang der Pandemie bis jetzt ausschließlich Müll produziert hat arbeitet an solch einer heiklen Softwarelösung.  Die sollen in 3 bis 4 Wochen eine funktionierende App mit QR Code programmieren, massentauglich und unter Einbeziehung des Datenschutzes,  da wünsche ich dem Kanzler gutes Gelingen.

Es gibt noch nicht einmal einen tauglichen Entwurf für eine Novelle des  Covid 19 Maßnahmengesetzes, auch der Punkt Diskriminierung ist nicht geklärt, es gibt noch immer wesentlich mehr Impfwillige als Impfdosen vorhanden sind. Wie gesagt, vorläufig der Witz des Jahres!

 

Gesendet habe ich diesen Link an:

Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser

Philip Kucher, Abgeordneter zum Nationalrat, SPÖ Kärnten

Landespressedienst Leiter  Gerd Kurath

Dr. Ulrich Radda

FPÖ Kärnten

SPÖ Kärnten

ÖVP Kärnten

Mag. Veronika Burger

Mag. Günther Wurzer

Antworten erwarte ich keine, ich glaube nicht einmal daß das alle lesen.

 

UM VORHANDENE KOMMENTARE ZU LESEN KLICKE AUF DEN TITEL DIESES BEITRAGS!

 

 

5 Antworten auf „Impftermine in Kärnten – höhere Gewinnchancen beim Roulette in Velden“

  1. Es hat geklappt, der Xste TAN wurde plötzlich angenommen. Meine Frau hat ihren fixen Impftermin. Woran es vorher lag, weiß ich nicht, Hauptsache sie hat den Termin.

  2. Nun sind es bereits 13 oder 15 TANs, ich habe etwas den Überblick verloren, allen ist eines gemeinsam, sie funktionieren nicht. Das hat System, niemand wird es so lange versuchen, bis dann vielleicht der Hundertste oder 200ste Tan vielleicht funktioniert.
    Und wieder kann die Politik behaupten, wir haben es den Bürgern zur Verfügung gestellt, leider haben es viele nicht wahrgenommen, wir haben unser „Bestes“ getan!

  3. Das Impfroulette geht fröhlich weiter!
    Die Art der Verarsche wurde aber geändert. Meine Frau bekam heute den Link zur Impfanmeldung, TAN angefordert,
    Ergebniss: Der eingegebene TAN ist nicht korrekt. Bitte überprüfen Sie Ihre Eingabe
    Das Ganze bereits viermal mit einem neuen TAN, jedesmal das gleiche: Der eingegebene TAN ist nicht korrekt. Bitte überprüfen Sie Ihre Eingabe
    Das möchte ich nicht kommentieren, ich würde sonst sehr ausfällig werden. So kann man aber wunderbar behaupten, es sei alles korrekt,wenn es nicht funktioniert ist der dumme Benutzer schuld.

  4. Meine gestrige Wut, als ich den Blogbeitrag geschrieben habe ist heute einer einer gewissen Resignation und Enttäuschung gewichen. Enttäuschung darüber, daß ich so dumm oder besser naiv war, zu glauben, daß die Kärntner Politik unter Peter Kaiser es schaffen würde, einen ordentlichen Impfverlauf nach vorgegebenen Parametern zu gewährleisten.
    Der Landeshauptmann hat die falschen Leute zur falschen Zeit auf den falschen Platz gestellt.

  5. Ich habe es vorher auch begrüßt, daß die Impfung in die Hände der Länder gelegt wurde, aber schlechter als in Kärnten würde es der Bund auch nicht machen.

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